Saturday, March 30, 2013

gelesen März 2013

Mein Leben ohne Gestern (Still Alice) - Lisa Genova

Wie kann es sein, dass man auf einmal nicht mehr weiß, wie man nach hause kommt, obwohl man die selbe Strecke schon seit Jahren jeden Tag läuft oder dass einem ein Begriff nicht einfällt, obwohl man doch immer Vorträge gehalten hat? Das fragt sich Alice als sie merkt, dass irgendetwas mit ihr nicht stimmt. Die erfolgreiche Harvard Professorin, will es erst nicht wahrhaben, als die die Diagnose Alzheimer bekommt, sie ist doch erst 50...
Dieses Buch ist so toll geschrieben, dass man richtig mitfühlt, wenn Alice verzweifelt nach einem alltäglichen Wort sucht, nicht mehr weiß wo das Badezimmer in ihrem Haus ist oder Dinge vergisst, die sie sich gerade erst überlegt hat. Man merkt wie hart es für sie ist, zu wissen dass sie sich verändert und selbst nichts dagegen machen kann und genau so merkt man wie hart die Situation für ihre Familie ist.
Ich kann dieses Buch jedem nur empfehlen, weil ich es selber richtig gerne gelesen habe.

Give a Boy a Gun (Ich knall euch ab) - Morton Rue

Dieses Buch lese ich nach den Ferien mit meinen Schülern und es ist eine Ansammlung von Berichten und Meinungen über einen Amoklauf in einer Kleinstadt in Amerika. Obwohl das Buch aus einzelnen nicht immer zusammenhängenden Stücken besteht, kommt wirklich Spannung beim Lesen auf. Auch wenn man die Tat nicht nachvollziehen kann, kann man doch nachvollziehen, wie sich die Verzweiflung und auch der Hass der beiden Schüler immer mehr aufbaut, bis sie irgendwann keinen Ausweg mehr sehen. Das Buch finde ich auch absolut lesenswert.

Monday, March 11, 2013

Tipps für kalte Tage

Ich hatte die Hoffnung, dass ich diesen Post nicht mehr schreiben brauche, weil der Winter nun vorbei ist, aber leider ist jetzt doch wieder soooooooo kalt :( Nach den zwei schönen sonnigen Tagen letzte Woche, kommt es mir jetzt noch schlimmer vor.
Also hier ein paar Tipps, wie ich versuche mich warm zu halten:

Tee Mein treuer Begleiter zur Zeit ist meine Teekanne, der Tee bleibt wirklich richtig heiß darin und es tut so gut etwas warmes zu trinken, wenn es so kalt ist.



Backen bringt Beschäftigung, die von der Kälte ablenkt. Der süße Geruch tut gut und zumindest gibt dann der Backofen Wärme ab :)

Kleidung vorwärmen Vor dem Schlafen die Schlafsachen auf die Heizung und die Bettdecke noch darüber legen. Der Effekt hält nur kurz an, aber dieser kurze Moment nach dem Anziehen ist schöööööön :)

Wärmflasche, Kuscheldecke, gutes Buch und auf dem Sofa gemütlich machen. In den letzten Jahren habe ich oft statt einer Wärmflasche ein Kirschkernkissen genommen, aber eine Wärmflasche hält einfach viel länger warm...

Wie haltet ihr euch warm und vertreibt euch die Zeit bis man endlich wieder richtig nach draußen kann?

Sunday, March 10, 2013

10000 Tage

Ich hatte ausgerechnet, dass eine Freundin von mir gestern 10000 Tage alt wird. Das haben wir ihr natürlich nicht gesagt, sondern haben gestern ausgestattet mit vielen Luftballons, Partyhüten, Luftschlangen, Kuchen und einem Plakat bei ihr geklingelt. Wie sie geguckt hat, war einfach zu lustig: "Was macht ihr hier? Seid ihr verrückt?" :)
Danach hat sie sich aber sehr gefreut! Gut, dass ich so verrückte Freunde habe, die jeden Mist mitmachen!

Saturday, March 09, 2013

gelesen: Februar 2013

Im Februar war ich ein bisschen lese (und Blog) faul, obwohl das einzige Buch, das ich gelesen habe, wirklich super war:


Jefferson's Sons - Kimberly Brubaker Bradley

Beverly, Hariet, Madison und Eston sind nicht nur die Kinder von dem 3. Präsidenten der USA Thomas Jefferson sondern auch die Sklaven, da ihre Mutter auch eine Sklavin ist. Obwohl jeder weiß, dass sie seine Kinder sind, darf darüber natürlich nicht geredet werden, sie haben zwar ein paar Vorteile gegenüber anderen Sklaven, wie zum Beispiel Geigenunterricht, aber ansonsten leben sie in einer kleinen Hütte und sehen ihren Vater nur selten, wenn sie zum Beispiel Kellner spielen müssen, wenn er Besuch hat. Doch trotzdem können sie sich auf die Zukunft freuen, denn Jefferson hat ihnen die Freiheit mit 21 Jahren versprochen und da auch schon ihre Großväter weiß waren, können manchen der Kinder sogar als Weiße durchgehen. Aber was ist mit den Kindern, die eindeutig nicht weiß sind und denen deswegen auch nicht das Leben eines Weißen offen steht? Und was wird passieren, wenn Master Jefferson stirbt bevor er sein Versprechen wahr machen kann?
Die Geschichte wird aus der Perspektive von verschiedenen Sklavenkindern erzählt und man fühlt mit, wenn die Kinder zwischen Glück und Trauer alles erleben, so wie auch die ständige Frage, wie der Mann, der in der Unabhängigkeitserklärung von Freiheit und Gleichheit schreibt, trotzdem anderen die Freiheit verwehrt.

Peter looked up at him. "If Master Jefferson wrote that, how come he doesn't believe it?"
"He does believe it," Maddy said. "At least, he thinks he does." 

Das Buch ist wirklich sehr schön geschrieben und schon für Kinder ab 8 Jahren. Ich glaube, auf deutsch ist es noch nicht erschienen, aber ich kann jedem nur empfehlen es zu lesen. Vor allem weil es auf einer wahren Geschichte beruht.